Heilige Geschichte
Die Taufstätte Jesu Christi
Die Taufe Jesu wird in den folgenden Abschnitten beschrieben.
Die Verkündigung Johannes des Täufers
3: 1 Zu jener Zeit trat Johannes der Täufer in der Wüste Judäas auf und verkündete: 2 „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe gekommen.“ 3 Er ist es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:
„Stimme eines Rufers in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade!‘“
4 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; seine Nahrung waren Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da zog ganz Jerusalem, ganz Judäa und die ganze Gegend am Jordan zu ihm hinaus; 6 sie ließen sich von ihm im Jordan taufen und bekannten ihre Sünden.
7 Als er aber viele Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sagte er zu ihnen: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch gelehrt, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 Bringt Frucht hervor, die der Umkehr würdig ist. 9 Und meint nicht, ihr könntet bei euch sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum also, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
11 „Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht würdig, ihm die Sandalen zu tragen. Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 12 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand; er wird seine Tenne reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in unauslöschlichem Feuer verbrennen.“
Die Taufe Jesu
13 Dann kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Johannes aber wollte ihn davon abhalten und sagte: „Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?“ 15 Jesus antwortete ihm: „Lass es jetzt geschehen; denn so geziemt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“ Da ließ er es zu. 16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, die Himmel öffneten sich ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabkommen und auf sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln sprach: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Die Versuchung Jesu
4: 1 Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. 2 Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3 Da trat der Versucher zu ihm und sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden.“ 4 Er aber antwortete: „Es steht geschrieben:
‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.‘“
5 Darauf nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und sagte zu ihm: „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben:
‚Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen‘,
und ‚sie werden dich auf ihren Händen tragen,
damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.‘“
7 Jesus sagte zu ihm: „Wiederum steht geschrieben: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘“
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit; 9 und er sagte zu ihm: „Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ 10 Jesus sagte zu ihm: „Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben:
‚Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten,
und ihm allein sollst du dienen.‘“
11 Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen und dienten ihm.
Die Verkündigung Johannes des Täufers
1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.
2 Wie beim Propheten Jesaja geschrieben steht:
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
der deinen Weg bereiten wird;
3 Stimme eines Rufenden in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade!‘“
4 Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. 5 Und Menschen aus der ganzen judäischen Landschaft und alle Einwohner Jerusalems gingen zu ihm hinaus und ließen sich von ihm im Jordan taufen, indem sie ihre Sünden bekannten. 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er aß Heuschrecken und wilden Honig. 7 Er verkündigte: „Nach mir kommt einer, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig, mich zu bücken und ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen. 8 Ich habe euch mit Wasser getauft; er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“
Die Taufe Jesu
9 In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. 10 Und als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er, wie der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. 11 Und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen.“
Die Versuchung Jesu
12 Und sogleich trieb ihn der Geist in die Wüste. 13 Er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von Satan versucht; und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.
Der Beginn des Wirkens in Galiläa
14 Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium Gottes. 15 Er sagte: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen; kehrt um und glaubt an das Evangelium.“
Jesus beruft die ersten Jünger
16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und dessen Bruder Andreas, wie sie ein Netz in den See warfen; denn sie waren Fischer. 17 Und Jesus sagte zu ihnen: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 18 Sogleich ließen sie ihre Netze zurück und folgten ihm. 19 Als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, die im Boot die Netze ausbesserten. 20 Sogleich rief er sie; und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern im Boot zurück und folgten ihm.
Der Mann mit einem unreinen Geist
21 Sie kamen nach Kapernaum; und als der Sabbat kam, ging er in die Synagoge und lehrte. 22 Sie waren erstaunt über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. 23 Sogleich war in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, 24 und er schrie: „Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 25 Jesus aber wies ihn zurecht und sagte: „Schweig und fahr aus ihm aus!“ 26 Und der unreine Geist zerrte ihn hin und her, schrie mit lauter Stimme und fuhr aus ihm aus. 27 Alle waren erstaunt, und sie fragten einander: „Was ist das? Eine neue Lehre – mit Vollmacht! Er gebietet sogar den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm.“ 28 Sogleich begann sich sein Ruf in der ganzen umliegenden Gegend Galiläas zu verbreiten.
Jesus heilt viele im Haus Simons
29 Sobald sie die Synagoge verlassen hatten, gingen sie mit Jakobus und Johannes in das Haus von Simon und Andreas. 30 Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett, und sie erzählten ihm sogleich von ihr. 31 Er trat zu ihr, nahm sie bei der Hand und richtete sie auf. Da verließ sie das Fieber, und sie begann, ihnen zu dienen.
32 Am Abend, bei Sonnenuntergang, brachten sie alle Kranken und von Dämonen Besessenen zu ihm. 33 Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt. 34 Und er heilte viele, die an verschiedenen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus; und er erlaubte den Dämonen nicht zu reden, weil sie ihn kannten.
Eine Verkündigungsreise in Galiläa
35 Am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort. 36 Simon und seine Gefährten suchten nach ihm. 37 Als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: „Alle suchen dich.“ 38 Er antwortete: „Lasst uns in die benachbarten Städte weiterziehen, damit ich auch dort die Botschaft verkündige; denn dazu bin ich ausgegangen.“ 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündigte die Botschaft in ihren Synagogen und trieb Dämonen aus.
Jesus reinigt einen Aussätzigen
40 Ein Aussätziger kam zu ihm, bat ihn und fiel vor ihm auf die Knie und sagte zu ihm: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ 41 Von Mitleid bewegt, streckte Jesus seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: „Ich will es. Werde rein!“ 42 Sogleich wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43 Nachdem er ihn eindringlich gewarnt hatte, schickte er ihn sogleich fort 44 und sagte zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis.“ 45 Er aber ging hinaus und begann, die Sache frei zu verkündigen und die Nachricht zu verbreiten, sodass Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte, sondern sich außerhalb an einsamen Orten aufhielt; und Menschen kamen von überallher zu ihm.
Die Verkündigung Johannes des Täufers
3: 1 Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Herrscher über Galiläa und sein Bruder Philippus Herrscher über die Gegend von Ituräa und Trachonitis und Lysanias Herrscher über Abilene war, 2 zur Zeit der Hohenpriesterschaft von Hannas und Kajaphas, erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. 3 Er zog durch die ganze Gegend um den Jordan und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden, 4 wie im Buch der Worte des Propheten Jesaja geschrieben steht:
„Die Stimme eines Rufenden in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade.
5 Jedes Tal soll aufgefüllt,
jeder Berg und Hügel abgetragen werden,
und das Krumme soll gerade werden,
und die unebenen Wege sollen eben werden;
6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.‘“
7 Johannes sagte zu den Scharen, die zu ihm hinausgingen, um sich von ihm taufen zu lassen: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch gewarnt, vor dem kommenden Zorn zu fliehen? 8 Bringt Früchte hervor, die der Umkehr würdig sind. Fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater‘; denn ich sage euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 9 Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum also, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“
10 Und die Scharen fragten ihn: „Was sollen wir denn tun?“ 11 Er antwortete ihnen: „Wer zwei Gewänder hat, soll mit dem teilen, der keines hat; und wer Nahrung hat, soll ebenso handeln.“ 12 Auch Zöllner kamen, um sich taufen zu lassen, und sie fragten ihn: „Lehrer, was sollen wir tun?“ 13 Er sagte zu ihnen: „Fordert nicht mehr ein, als euch vorgeschrieben ist.“ 14 Auch Soldaten fragten ihn: „Und was sollen wir tun?“ Er sagte zu ihnen: „Erpresst von niemandem Geld durch Drohungen oder falsche Anschuldigungen, und begnügt euch mit eurem Sold.“
15 Als das Volk voller Erwartung war und alle in ihren Herzen über Johannes nachdachten, ob er vielleicht der Messias sei, 16 antwortete Johannes allen und sagte: „Ich taufe euch mit Wasser; aber es kommt einer, der mächtiger ist als ich; ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“
18 So verkündigte er dem Volk mit vielen anderen Ermahnungen die gute Nachricht. 19 Herodes aber, der Herrscher, der von ihm wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all der bösen Taten, die Herodes begangen hatte, zurechtgewiesen worden war, 20 fügte zu allem noch hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis werfen ließ.
Die Taufe Jesu
21 Als nun das ganze Volk getauft worden war und auch Jesus getauft worden war und betete, öffnete sich der Himmel, 22 und der Heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab. Und eine Stimme kam vom Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen.“
Das Zeugnis Johannes des Täufers
19 Dies ist das Zeugnis, das Johannes ablegte, als die Juden Priester und Leviten aus Jerusalem sandten, um ihn zu fragen: „Wer bist du?“ 20 Er bekannte es und leugnete es nicht, sondern bekannte: „Ich bin nicht der Messias.“ 21 Und sie fragten ihn: „Was dann? Bist du Elija?“ Er sagte: „Ich bin es nicht.“ „Bist du der Prophet?“ Er antwortete: „Nein.“ 22 Da sagten sie zu ihm: „Wer bist du? Gib uns eine Antwort für diejenigen, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?“ 23 Er sagte:
„Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste,
‚Macht den Weg des Herrn gerade‘“,
wie der Prophet Jesaja sagte.
24 Nun waren sie von den Pharisäern gesandt worden. 25 Sie fragten ihn: „Warum taufst du dann, wenn du weder der Messias noch Elija noch der Prophet bist?“ 26 Johannes antwortete ihnen: „Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, 27 der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, den Riemen seiner Sandale zu lösen.“ 28 Dies geschah in Bethanien jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.
Das Lamm Gottes
29 Am nächsten Tag sah er Jesus auf sich zukommen und erklärte: „Hier ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! 30 Dieser ist es, von dem ich sagte: ‚Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.‘ 31 Ich selbst kannte ihn nicht; aber ich kam und taufte mit Wasser aus diesem Grund, damit er Israel offenbart werde.“ 32 Und Johannes bezeugte: „Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabkommen, und er blieb auf ihm. 33 Ich selbst kannte ihn nicht, aber derjenige, der mich sandte, mit Wasser zu taufen, sagte zu mir: ‚Derjenige, auf den du den Geist herabkommen und bleiben siehst, ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.‘ 34 Und ich selbst habe es gesehen und bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.“
Die ersten Jünger Jesu
35 Am nächsten Tag stand Johannes wieder mit zwei seiner Jünger dort, 36 und als er Jesus vorübergehen sah, rief er aus: „Siehe, hier ist das Lamm Gottes!“ 37 Die beiden Jünger hörten ihn dies sagen und folgten Jesus. 38 Als Jesus sich umwandte und sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Sie sagten zu ihm: „Rabbi“ (was übersetzt Lehrer bedeutet), „wo hältst du dich auf?“ 39 Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht.“ Sie kamen und sahen, wo er sich aufhielt, und sie blieben an jenem Tag bei ihm. Es war etwa vier Uhr nachmittags.
Matthäus 3,1 – 4,11
Die Verkündigung Johannes des Täufers
3: 1 Zu jener Zeit trat Johannes der Täufer in der Wüste Judäas auf und verkündete: 2 „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe gekommen.“ 3 Er ist es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:
„Stimme eines Rufers in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade!‘“
4 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; seine Nahrung waren Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da zog ganz Jerusalem, ganz Judäa und die ganze Gegend am Jordan zu ihm hinaus; 6 sie ließen sich von ihm im Jordan taufen und bekannten ihre Sünden.
7 Als er aber viele Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sagte er zu ihnen: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch gelehrt, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 Bringt Frucht hervor, die der Umkehr würdig ist. 9 Und meint nicht, ihr könntet bei euch sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum also, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
11 „Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht würdig, ihm die Sandalen zu tragen. Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 12 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand; er wird seine Tenne reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in unauslöschlichem Feuer verbrennen.“
Die Taufe Jesu
13 Dann kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Johannes aber wollte ihn davon abhalten und sagte: „Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?“ 15 Jesus antwortete ihm: „Lass es jetzt geschehen; denn so geziemt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“ Da ließ er es zu. 16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, die Himmel öffneten sich ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabkommen und auf sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln sprach: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Die Versuchung Jesu
4: 1 Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. 2 Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3 Da trat der Versucher zu ihm und sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden.“ 4 Er aber antwortete: „Es steht geschrieben:
‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.‘“
5 Darauf nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und sagte zu ihm: „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben:
‚Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen‘,
und ‚sie werden dich auf ihren Händen tragen,
damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.‘“
7 Jesus sagte zu ihm: „Wiederum steht geschrieben: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.‘“
8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit; 9 und er sagte zu ihm: „Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ 10 Jesus sagte zu ihm: „Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben:
‚Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten,
und ihm allein sollst du dienen.‘“
11 Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen und dienten ihm.
Markus 1
Die Verkündigung Johannes des Täufers
1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.
2 Wie beim Propheten Jesaja geschrieben steht:
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
der deinen Weg bereiten wird;
3 Stimme eines Rufenden in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade!‘“
4 Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. 5 Und Menschen aus der ganzen judäischen Landschaft und alle Einwohner Jerusalems gingen zu ihm hinaus und ließen sich von ihm im Jordan taufen, indem sie ihre Sünden bekannten. 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er aß Heuschrecken und wilden Honig. 7 Er verkündigte: „Nach mir kommt einer, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig, mich zu bücken und ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen. 8 Ich habe euch mit Wasser getauft; er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“
Die Taufe Jesu
9 In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. 10 Und als er aus dem Wasser heraufstieg, sah er, wie der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. 11 Und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen.“
Die Versuchung Jesu
12 Und sogleich trieb ihn der Geist in die Wüste. 13 Er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von Satan versucht; und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.
Der Beginn des Wirkens in Galiläa
14 Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium Gottes. 15 Er sagte: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen; kehrt um und glaubt an das Evangelium.“
Jesus beruft die ersten Jünger
16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und dessen Bruder Andreas, wie sie ein Netz in den See warfen; denn sie waren Fischer. 17 Und Jesus sagte zu ihnen: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 18 Sogleich ließen sie ihre Netze zurück und folgten ihm. 19 Als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes, die im Boot die Netze ausbesserten. 20 Sogleich rief er sie; und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern im Boot zurück und folgten ihm.
Der Mann mit einem unreinen Geist
21 Sie kamen nach Kapernaum; und als der Sabbat kam, ging er in die Synagoge und lehrte. 22 Sie waren erstaunt über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. 23 Sogleich war in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, 24 und er schrie: „Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 25 Jesus aber wies ihn zurecht und sagte: „Schweig und fahr aus ihm aus!“ 26 Und der unreine Geist zerrte ihn hin und her, schrie mit lauter Stimme und fuhr aus ihm aus. 27 Alle waren erstaunt, und sie fragten einander: „Was ist das? Eine neue Lehre – mit Vollmacht! Er gebietet sogar den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm.“ 28 Sogleich begann sich sein Ruf in der ganzen umliegenden Gegend Galiläas zu verbreiten.
Jesus heilt viele im Haus Simons
29 Sobald sie die Synagoge verlassen hatten, gingen sie mit Jakobus und Johannes in das Haus von Simon und Andreas. 30 Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett, und sie erzählten ihm sogleich von ihr. 31 Er trat zu ihr, nahm sie bei der Hand und richtete sie auf. Da verließ sie das Fieber, und sie begann, ihnen zu dienen.
32 Am Abend, bei Sonnenuntergang, brachten sie alle Kranken und von Dämonen Besessenen zu ihm. 33 Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt. 34 Und er heilte viele, die an verschiedenen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus; und er erlaubte den Dämonen nicht zu reden, weil sie ihn kannten.
Eine Verkündigungsreise in Galiläa
35 Am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort. 36 Simon und seine Gefährten suchten nach ihm. 37 Als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: „Alle suchen dich.“ 38 Er antwortete: „Lasst uns in die benachbarten Städte weiterziehen, damit ich auch dort die Botschaft verkündige; denn dazu bin ich ausgegangen.“ 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündigte die Botschaft in ihren Synagogen und trieb Dämonen aus.
Jesus reinigt einen Aussätzigen
40 Ein Aussätziger kam zu ihm, bat ihn und fiel vor ihm auf die Knie und sagte zu ihm: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ 41 Von Mitleid bewegt, streckte Jesus seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: „Ich will es. Werde rein!“ 42 Sogleich wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43 Nachdem er ihn eindringlich gewarnt hatte, schickte er ihn sogleich fort 44 und sagte zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis.“ 45 Er aber ging hinaus und begann, die Sache frei zu verkündigen und die Nachricht zu verbreiten, sodass Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte, sondern sich außerhalb an einsamen Orten aufhielt; und Menschen kamen von überallher zu ihm.
Lukas 3,1–3,22
Die Verkündigung Johannes des Täufers
3: 1 Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Herrscher über Galiläa und sein Bruder Philippus Herrscher über die Gegend von Ituräa und Trachonitis und Lysanias Herrscher über Abilene war, 2 zur Zeit der Hohenpriesterschaft von Hannas und Kajaphas, erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. 3 Er zog durch die ganze Gegend um den Jordan und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden, 4 wie im Buch der Worte des Propheten Jesaja geschrieben steht:
„Die Stimme eines Rufenden in der Wüste:
‚Bereitet den Weg des Herrn,
macht seine Pfade gerade.
5 Jedes Tal soll aufgefüllt,
jeder Berg und Hügel abgetragen werden,
und das Krumme soll gerade werden,
und die unebenen Wege sollen eben werden;
6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.‘“
7 Johannes sagte zu den Scharen, die zu ihm hinausgingen, um sich von ihm taufen zu lassen: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch gewarnt, vor dem kommenden Zorn zu fliehen? 8 Bringt Früchte hervor, die der Umkehr würdig sind. Fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater‘; denn ich sage euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 9 Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum also, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“
10 Und die Scharen fragten ihn: „Was sollen wir denn tun?“ 11 Er antwortete ihnen: „Wer zwei Gewänder hat, soll mit dem teilen, der keines hat; und wer Nahrung hat, soll ebenso handeln.“ 12 Auch Zöllner kamen, um sich taufen zu lassen, und sie fragten ihn: „Lehrer, was sollen wir tun?“ 13 Er sagte zu ihnen: „Fordert nicht mehr ein, als euch vorgeschrieben ist.“ 14 Auch Soldaten fragten ihn: „Und was sollen wir tun?“ Er sagte zu ihnen: „Erpresst von niemandem Geld durch Drohungen oder falsche Anschuldigungen, und begnügt euch mit eurem Sold.“
15 Als das Volk voller Erwartung war und alle in ihren Herzen über Johannes nachdachten, ob er vielleicht der Messias sei, 16 antwortete Johannes allen und sagte: „Ich taufe euch mit Wasser; aber es kommt einer, der mächtiger ist als ich; ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“
18 So verkündigte er dem Volk mit vielen anderen Ermahnungen die gute Nachricht. 19 Herodes aber, der Herrscher, der von ihm wegen Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all der bösen Taten, die Herodes begangen hatte, zurechtgewiesen worden war, 20 fügte zu allem noch hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis werfen ließ.
Die Taufe Jesu
21 Als nun das ganze Volk getauft worden war und auch Jesus getauft worden war und betete, öffnete sich der Himmel, 22 und der Heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab. Und eine Stimme kam vom Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen.“
Johannes 1,19–39
Das Zeugnis Johannes des Täufers
19 Dies ist das Zeugnis, das Johannes ablegte, als die Juden Priester und Leviten aus Jerusalem sandten, um ihn zu fragen: „Wer bist du?“ 20 Er bekannte es und leugnete es nicht, sondern bekannte: „Ich bin nicht der Messias.“ 21 Und sie fragten ihn: „Was dann? Bist du Elija?“ Er sagte: „Ich bin es nicht.“ „Bist du der Prophet?“ Er antwortete: „Nein.“ 22 Da sagten sie zu ihm: „Wer bist du? Gib uns eine Antwort für diejenigen, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?“ 23 Er sagte:
„Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste,
‚Macht den Weg des Herrn gerade‘“,
wie der Prophet Jesaja sagte.
24 Nun waren sie von den Pharisäern gesandt worden. 25 Sie fragten ihn: „Warum taufst du dann, wenn du weder der Messias noch Elija noch der Prophet bist?“ 26 Johannes antwortete ihnen: „Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, 27 der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, den Riemen seiner Sandale zu lösen.“ 28 Dies geschah in Bethanien jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.
Das Lamm Gottes
29 Am nächsten Tag sah er Jesus auf sich zukommen und erklärte: „Hier ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! 30 Dieser ist es, von dem ich sagte: ‚Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.‘ 31 Ich selbst kannte ihn nicht; aber ich kam und taufte mit Wasser aus diesem Grund, damit er Israel offenbart werde.“ 32 Und Johannes bezeugte: „Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabkommen, und er blieb auf ihm. 33 Ich selbst kannte ihn nicht, aber derjenige, der mich sandte, mit Wasser zu taufen, sagte zu mir: ‚Derjenige, auf den du den Geist herabkommen und bleiben siehst, ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.‘ 34 Und ich selbst habe es gesehen und bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.“
Die ersten Jünger Jesu
35 Am nächsten Tag stand Johannes wieder mit zwei seiner Jünger dort, 36 und als er Jesus vorübergehen sah, rief er aus: „Siehe, hier ist das Lamm Gottes!“ 37 Die beiden Jünger hörten ihn dies sagen und folgten Jesus. 38 Als Jesus sich umwandte und sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Sie sagten zu ihm: „Rabbi“ (was übersetzt Lehrer bedeutet), „wo hältst du dich auf?“ 39 Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht.“ Sie kamen und sahen, wo er sich aufhielt, und sie blieben an jenem Tag bei ihm. Es war etwa vier Uhr nachmittags.
Die Entdeckung von Bethanien jenseits des Jordans
Sehen Sie den Dokumentarfilm darüber, wie Bethanien jenseits des Jordans entdeckt wurde.

